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Die KOSMOGRAPHIE GAYHANE umfasst als mehrjähiges Arbeitsprojekt fotografische Arbeiten und knüpft an die Arbeitsergebnisse des morphographischen Alphabets an. Aus den Zeichnungen zu einer Person sind Morphogramme entstanden, aus der sich wiederum eine an das Arabische erinnernde Schrift entwickelt hat. Die Kosmographie bezieht sich dabei auf den real existierenden Mikrokosmos Gayhane, ohne aber ein einfaches Abbild wiederzugeben. Der konkrete Ort ist in den Fotografien ausgeklammert, im Zentrum stehen die Gesichter der Menschen, die diesen Mikrokosmos ausmachen. Den fotografischen Portraits zugeordnet sind Kalligraphien. Die Texte dieser Kosmographie sind über ihre Schrift nicht lesbar - der Mikrokosmos Gayhane läßt sich vom Besucher/Betrachter nicht einfach erschließen. Sämtliche Texte sind Fragmente aus einem Gedichtzyklus der deutschen Romantik, den man beim ersten Nachdenken nicht mit  Gayhane in Verbindung bringen würde - die 77 Gedichte aus den nachgelassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten von Wilhelm Müller, hierbei vor allem der Teil, der durch Schubert als Winterreise bekannt wurde.
Kernstück des Projektes ist eine Sammlung von ca. 30 Porträts – Pigmentdrucke im Format 75 x 50 cm.
Nicolaus Schmidt, Alev, Detail, 2003
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Nicolaus Schmidt - Wand-Inschrift  Detail, 2003