nicolaus schmidt
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INDIA TECTON


INDIA TECTON ist ein von 2011 bis 2020 realisiertes Fotoprojekt, zu dem im Frühjahr 2022 im Deutschen Kunstverlag ein umfangreiches Buch erscheint. Es geht um Gebautes, von Menschen Gemachtes.

Indien ist nicht nur das Land der überbordenden hinduistischen Architektur, es ist ein Subkontinent, in dem eine große Zahl von Kulturen aufeinander treffen und ihren jeweiligen ästhetischen Ausdruck gefunden haben. Ornament und Ästhetik sind bei der Herausbildung von Religionen, Kulturen oder neuen gesellschaftlicher Schichten offensichtlich wichtige Elemente der Repräsentation und Selbst- vergewisserung. In Indien stößt man dabei auf ganz überraschende Funde: sowohl in der frühen buddhistischen Sakralarchitektur wie auch in der Mogularchitektur haben sich Formen der Moderne herausgebildet – Jahrhunderte vor der Etablierung der europäischen Moderne. Diese wiederum hatte und hat einen großen Einfluß auf die Profanbauten im Indien des 20. und 21. Jahrhunderts. Alle Stilrichtungen spiegeln sich besonders in Wohn- und Geschäftsbauten der Großstädte, vom Art déco bis hin zum Beton-Brutalismus.

INDIA TECTON zeigt Einblicke in diese Vielfalt. Der Blick ist dabei ein besonderer, selten sind die äußeren Begrenzungen eines Gebäudes zu sehen, es geht um wesentliche oder überraschende Details und um Zusammenhänge. Einige der Fotografien wirken durch eine starke Fokussierung fast wie moderne Kunst, sehr abstrahiert, obwohl die fotografierte Architektur teilweise schon sehr alt ist.
















































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